Name: Fischstäbchen/Sirkka
Geburtstag: 06.06.1988 (23)
Wohnort: Berlin
Geschlecht: weiblich
Interessen: Webdesign, Nostale, Schreiben, Yaoi, Konzerte, Diskussionen
Lieblingsgetränk: Tee, Multivitaminsaft
Lieblingsessen: Kartoffelsalat m. Fisch, Sushi, Yakiniku, Nudeln
Lieblingsmusik: The Rasmus, Disco Ensemble, Apulanta, Apocalyptica, My Chemical Romance, Unheilig, Within Temptation, Sonata Arctica, Samsas Traum, Vocaloid Cover, Schandmaul, Subway to Sally, I am Ghost, E Nomine, Placebo, Alesana, Funeral for a friend
Lieblingsautoren: Henning Mankell, Leena Lehtolainen, Jo Nesbo
Lieblingsmangaka: Yuu Watase, Kano Miyamoto
Motto: Einbildung ist keine Bildung

Tervetuloa

Willkommen auf Unharmonisch.De, einem dieser unheimlich spannenden (?) Blogs, die nur dazu dienen, das eigene Leid zu verbreiten und die ganze Welt mit Themen und Gedanken zu quälen, die niemanden interessieren.
Wenn ihr also euer Feindbild oder auch das weiße Blatt Papier behalten möchtet, das ihr von euch von mir gemacht haben mögt, dürft ihr gerne wieder verschwinden.

News

Sanity of Humanity?!

Musik: Helios Abschied - Sailor Moon / Hurricane - 30 seconds to Mars

 

tell me would you kill to prove you’re right?

 

Atheismus. Vermutlich gehöre ich einer neuen Generation an, wenn ich dem Thema Religion vorzugsweise mit Verachtung begegne. Voller Verachtung und dem Hunger nach Wissen. Das Wissen, warum Menschen sich beeinflussen lassen von Religionen, weshalb sie der Meinung sind, sie zu brauchen, weshalb sich dieses Gedankengut gehalten hat.

Sicher, man kann differenzieren zwischen den Fundamentalisten, die auf der Straße stehen und Tod für Homosexuelle, Abtreibungsärzte und Ehebrecher fordern und dem 'gewöhnlichen' Gläubigen, der 'lediglich' sein Kind indoktriniert und Weihnachten brav in der Kirche sitzt, um uninformiert sich Träumereien hinzugeben.

Gut, das mit den Träumen verstehe ich. Menschen sehnen sich nach Unsterblichkeit, nach Unendlichkeit, Liebe, Vertrauen und den Sinn des Lebens. Aber warum sollte der Sinn des Lebens im Glauben liegen? Warum haben wir solche Angst davor, zu akzeptieren, dass wir eines Tages umfallen und nicht mehr existieren?

Auch ich mag diese Vorstellung nicht. Zu verschwinden. Verschwinden. Das ist grässlich. Ich würde gerne ewig leben, ewig lieben, ewig träumen. Jedoch werde ich vermutlich weder ewig leben, noch irgendjemanden auf ewig lieben. Es ist Fiktion. Und so wie man mit dem Finger auf Videogamer und Groupies zeigt, so könnte man auf religiöse Leute blicken, die ihr Leben lang versuchen, einen Traum zu träumen, der sie der gruseligen Realität entfliehen lässt.

do you really want me dead or alive to live a lie

Mir tun die Kinder leid, die getauft und genötigt werden, die Religion der Eltern anzunehmen. Viele hinterfragen nicht. Sie leben, wie sie es gelernt haben ohne Antworten zu haben, warum sie es tun und warum sie bestimmten Dingen negativ gegenüber eingestellt sind. Ich sprach vor einigen Wochen mit einer Katholikin - ja, sie sei katholisch, weil es eben ihre Familie sei. Und so. Homophobie, ja, das hat sie auch so gelernt, weiß nicht recht warum. Eigentlich ist sie ja doch neugierig, aber sie kennt es ja nicht anders.

Meine Jugend war in der Hinsicht geprägt von politischen Unterhaltungen, bei denen ich nicht einmal die Hälfte verstanden habe. Halbwach saß ich im Auto meiner Mutter, die redete. Was auch immer. Ich verstand kaum die Worte, Fachbegriffe, die mich nie ernsthaft interessiert haben. Heirat, Geschwister, Glaube, das war etwas für die anderen, die 'Normalen', die mich nie gereizt haben. Ich wollte nicht so sein, ich verstehe dieses Verlangen nach Anpassung nicht.

In meinen Vorstellungen existiert keine Sünde. Ich wurde nie ernsthaft aufgeklärt. Mit 14 konnte ich keine Geschichten über Küsse schreiben. Das war etwas Peinliches, etwas Seltsames. Mit 18 schrieb ich befremdet detaillierte Sexszenen nieder ohne sie je erlebt zu haben. Ich habe mir das Wissen angelesen. Gelesen und meinen Respekt oder auch meine Angst verloren.

Sieben Jahre später sitze ich hier und bin nicht mehr schockiert. Sollen sie doch tun, was sie möchten, solange sie es einvernehmlich tun. Was kümmert es mich?! Mit mir hat es auch nichts zu tun. Ich habe vieles von dem, was ich mit 14 gedacht und 'geglaubt' habe vergessen. Vermutlich habe ich an die Liebe geglaubt, an eine schöne fiktionale Geschichte, die keine Erfüllung finden würde. Manchmal träume ich noch davon. Verblasste Gesichter der Vergangenheit, fiktionale Gesichter, die ich nie gesehen habe und der Traum von der Ewigkeit, irgendjemandem. Irgendeiner. Irgendwo. Ich weiß, diesen Menschen gibt es nicht. Ich suche ihn nicht bewusst. Ich finde nicht. Denn Traum und Realität sind zwei Paar Schuhe. Selbst wenn es diese Person geben würde - ich könnte so nicht leben. Ich würde es nicht wollen.

Aber es ist eine schöne Idee. Ein Gedanke. Ähnlich wie eine anarchistische Gesellschaft, die ohne Regeln und Gesetze funktioniert. Eine Idee, die meine Mutter geprägt hat. Es gibt keine perfekte Staatsform und selbst wenn liegen zwischen Theorie und Praxis Welten. Der Kommunismus war auch eine schöne Idee - die Realität jedoch ein Disaster. Marx, Nietzsche, Schopenhauer - ich habe gelesen.

Ich mag Ideen. Manchmal bringen sie einem schöne Träume. Aber eine Realität? Oh nein. Ich verstehe die menschliche Naivität und Dummheit nur schwer. Sie widert mich an.

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Posted on 2013 Nov 25 by Sirkka
Kowareteiku sekai

Musik: Girugämesh - Kowareteiku sekai

 

Die Verzweiflung anderer berührt mich nicht. Ich sehe die Tränen, frage nach dem Grund und habe nichts mehr zu sagen. Verzweiflung. Trauer. Was hat das mit mir zu tun? Familie hin oder her, es sind nur Oberflächlichkeiten. Die Menschen verdrängen, vergessen und reden nicht. Zumindest nicht über die Wahrheit. Was ist die Wahrheit? Wann habe ich mich zuletzt wirklich gefreut?

Ich weiß es nicht mehr. Die Welt ist grau. Weder allzu positiv noch allzu negativ. Viele Games habe ich betreten und verlassen, viele Menschen, die kamen und gingen. Viele sind im übertragenen Sinn gestorben, weil wir keine Verbindung mehr fanden. Schließlich gibt es auch keine echte. Sie kommen, sie gehen. Immer und immer wieder. Bekanntschaften darüber hinaus funktionieren kaum, da uns kaum irgendetwas verbindet. Nicht heute, nicht gestern. Was bleibt, sind Erinnerungen, Träume, Bilder.

Schreien möchten wir dennoch. Ohne gehört zu werden. Ich möchte schreien, schreien, schreien. 

owari wa chikai keredo daijoubu ai seteru kimi wo

Warum, das weiß ich selbst nicht. Weil das Leben so ziellos ist, weil sie so enttäuscht weinen, weil sie nicht weiterwissen, weil ich keine Antworten kenne, weil ich zusehe, weil...

es an der Zeit ist weiterzugehen. Klare Gedanken. Wann hatte ich sie zuletzt? Manchmal ist es, als habe man Drogen genommen, als habe man zu denken verlernt, zu erzählen. Existieren und denken gehört nicht zusammen. Lösungen, ich finde sie nicht. Ein Sprung von einer Brücke. Von einer virtuellen Brücke. Mit dem Kopf voran, um dann aufzustehen. Aufzuwachen aus dem virtuellen Dilemma. Realität. Was ist das? Etwas Lästiges. Irgendetwas. Wohin? Wohin? Wohin?

 

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Posted on 2013 Jul 14 by Sirkka

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